Monographie – so zitierst du sie richtig!

Lesedauer: 5 Minuten
So hilfreich ist dieser Beitrag 0
Bewertung abgeben 0 Kundenbewertungen
Monographie

Unter einer „Monographie“ versteht man eine Einzelschrift, die ein bestimmtes Thema (z.B. eine Person oder eine Fragestellung) genauer unter die Lupe nimmt. Ein klares Erkennungsmerkmal der Monographie ist, dass sie sich ausschließlich einem Thema widmet. Wie du Monographien erkennst und richtig zitierst, erfährst du in unserem Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen

Der Begriff Monographie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt Einzelschrift. In einer Monographie widmen sich ein*e Autor*in oder mehrere Autor*innen gemeinsam einem einzelnen klar umrissenen Thema.

In einem Sammelband werden einzelne Texte verschiedener Autor*innen zu einem beliebigen Thema gesammelt. Wenn Autor*innen die Kapitel gemeinsam verfeinert und bearbeitet haben, handelt es sich hingegen um eine Monographie.

Wenn du ein direktes oder indirektes Zitat aus einer Einzelschrift übernehmen willst, machst du das mit einem Verweis im Text und einem Eintrag im Literaturverzeichnis. Die Quellenangaben für Monographien werden gleich wie Quellenangaben für Bücher erstellt.

Die Fragestellung muss klar gegeben sein und umfassend von allen Seiten beleuchtet werden. Es gibt entweder eine*n Autor*in oder mehrere Autor*innen beantworten die Fragestellung kollaborativ.

Bei Sammelbänden, Internetquellen, Lexika oder auch Fachzeitschriften kannst du dir sicher sein, dass es sich nicht um eine Monographie handelt. Eine Einzelschrift widmet sich immer nur einem Thema ausführlich.

Definition: Monographie

Der Begriff „Monographie“ geht auf das Altgriechische zurück. „Monos“ bedeutet „alleine, einer“ und „graphein“ bedeutet „schreiben. Übersetzt heißt Monographie also Einzelschrift. Bei einer Monographie handelt es sich u ein Buch, welches sich einem Thema widmet. Unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes wird dieses Thema umfassend bearbeitet. Gegenstand einer Monographie kann sowohl eine bestimmte Person als auch eine bestimmte Fragestellung sein. Sie können auch ein spezifisches Problem oder einen Sachverhalt darstellen. Ein einzelnes klar umrissenes Thema wird in einer Einzelschrift von allen Seiten beleuchtet und dargstellt. Eine Einzelschrift lässt sich daher klar von Schriftreihen wie z.B. Fachzeitschriften abgrenzen. In der Regel handelt es sich bei wissenschaftlichen Büchern wie z.B. Fachbüchern um Monographien, wenn sich diese umfassend und vertieft mit dem Thema auseinandersetzen. Ein bekanntes Beispiel für eine Monographie ist das Werk über die Darstellung der Figur Werther in Goethes „Die Leiden des jungen Werther“. Eine Monographie soll eine genaue Frage umfassend und abschließend beantworten können.

Merkmale einer Monographie

Am Anfang einer Einzelschrift ist eine klare Fragestellung gegeben. Diese wird schließlich von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet und ausführlich/vertiefend beantwortet. Der Umfang ist nicht klar festgelegt und hängt von der jeweiligen Forschungsfrage ab. Demnach kann eine Monographie bis zu hundert, jedoch auch bis zu tausend Seiten umfassen. Wenn im Werk mehrere Autor*innen angegeben werden, haben diese die Monographie im Kollektiv geschrieben. Wenn hingegen verschiedene Autor*innen einzelne Kapitel bearbeitet haben, handelt es sich um einen Sammelband.

An diesen 3 Merkmalen erkennst du ganz eindeutig, dass es sich um eine Einzelschrift handelt:

  • Die Fragestellung ist klar
  • Das Thema wird erschöpfend behandelt
  • Es gibt eine*n Autor*in oder mehrere Autor*innen schreiben im Kollektiv

Monographie: Beispiele

Sieh dir unsere Übersicht an, um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wann es sich um eine Einzelschrift handelt und wann nicht.

Monographie  Keine Monographie
Wissenschaftfliche Bücher (z.B. Fachbücher)  Sammelbände
Biografien  Internetquellen
Wissenschaftliche Arbeiten  Fachzeitschrifen

Merke: Wissenschaftliche Bücher, die von mehreren Autor*innen verfasst wurden, gelten nur dann als Einzelschrift, wenn der gesamte Inhalt kollaborativ geschrieben wurde. Haben einzelne Autor*innen einzelne Kapitel verfasst, handelt es sich hingegen nicht um eine Einzelschrift. Beachte außerdem, dass Monographien immer nur ein Thema umfassend beleuchten. Wird in einem wissenschaftlichen Buch mehr als Themengebiet behandelt oder wird die lediglich der aktuelle Forschungsstand zusammengefasst, handelt es sich nicht um eine Monographie.

Das sind Beispiele für Einzelschriften:

  • Ein Fachbuch über Sozialpsychologie, in dem das Fachgebiet Sozialpsychologie mit all seinen Teilgebieten umfassend dargestellt wird.
  • Eine Biografie über Frida Kahlo
  • Ein Werk über die Darstellung der Figur Werther in Goethes „Die Leiden des jungen Werther“

Zitieren einer Monographie im Text

Wenn du festgestellt hast, dass es sich bei deiner Quelle um eine Einzelschrift handelt, kannst du Zitate aus dieser Einzelschrift als direktes oder indirektes Zitat bzw. als Paraphrase in deine Seminar-, Bachelor- oder Masterarbeit übernehmen. Du möchtest den genauen Wortlaut des Autors/der Autorin wiedergeben bzw. eine genaue Definition übernehemn? Dann verwende am besten ein direktes Zitat. Diese werden mit doppelten Anführungszeichen gekennzeichnet. Eine Paraphrase eignet sich zum Beispiel hervorragend um zu zeigen, dass du den Text verstanden hast.

Aus einer Einzelschrift korrekt nach APA zitieren:

Text aus Monographie:

Psychologische Faktoren haben einen großen Einfluss auf neuroendokrine Vorgänge im Körper.

Direktes Zitat:

„Psychologische Faktoren haben einen großen Einfluss auf neuroendokrine Vorgänge im Körper“ (Lerner, 2019, S. 25)

Paraphrase:

Wie Lerner (2019) betonte, üben psychologische Faktoren einen großen Einfluss auf neuroendokrine Vorgänge im Körper aus.

Monographien im Literaturverzeichnis

Um deine verwendeten Monographien für die Leserschaft nachvollziehbar zu machen, müssen alle Quellen, die du im Rahmen deiner wissenschaftlichen Arbeit nennst, einen direkten Verweis im Text und einen Eintrag im Literaturverzeichnis erhalten. Im Prinzip zitierst du Einzelschriften wie Bücher. Je nachdem ob du nach APA oder Harvard zitierst, können die Quellenangaben für Monographien unterschiedlich aussehen.

Nach APA-Richtlinien würden der Verweis im Text sowie der Eintrag im Literaturverzeichnis folgendermaßen aussehen:

Verweis im Text:

Die Ergebnisse legen nahe, dass … (Lerner & Keltner, 2020).
„Psychologische Faktoren haben einen Einfluss auf neuroendokrine Vorgänge.“ (Müller & Neuer, 2020, S. 25)

Literaturverzeichnis:

Lerner, T., & Keltner, M. (2020). Psychoneuroimmunologie: gesunde Psyche, gesundes Immunsystem (2. Aufl.). München, Deutschland: Springer.

Bei der Erstellung deines Literaturverzeichnisses solltest du beachten, dass zwischen Büchern, Zeitschriften, Artikeln, Internetquellen und ggf. weiteren Quellen unterschieden wird. Gib diese in separaten Kategorien an, wie z.B. „Monographien und Sammelbände“, „Wissenschaftliche Artikel und Fachzeitschriften“. Als Alternative dazu kannst du auch einfach alle verwendeten Quellen gemeinsam im Literaturverzeichnis auflisten. Am besten hältst du dich an die individuellen Vorgaben deiner Hochschule.

Zusammenfassung

Eine Einzelschrift widmet sich immer nur einem bestimmten Thema. Es können sowohl einzelne Personen, spezifische Fragestellungen oder spezielle Probleme behandelt werden. Handelt es sich um ein Werk, dass mehrere Themen umfasst oder werden einzelne Kapitel von unterschiedlichen Autor*innen bearbeitet, fällt dieses Schriftwerk nicht unter Monographien. Wenn ein*e einzelne*r Autor*in ein Thema umfassend beleuchtet oder mehrere Autor*innen ein Thema im Kollektiv bearbeiten, handelt es sich um eine Einzelschrift. Quellenangaben für Monographien werden gleich wie Quellenangaben für Bücher erstellt. Für ein direktes oder indirektes Zitat erstellst du sowohl einen Verweis im Text als auch einen Eintrag im Literaturverzeichnis.