Zitat-Typen: Alle Typen auf einen Blick

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Zitat-Typen-Definition

In wissenschaftlichen Arbeiten spielt kaum ein Aspekt eine so entscheidende Rolle wie das richtige Zitieren. Die Übernahme von fremdem Gedankengut und die entsprechende Kennzeichnung dieser Abschnitte ist in jeder Form  wissenschaftlichen Arbeitens essenziell. Dabei können unterschiedliche Zitat-Typen unterschieden werden. Welche das sind, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

Zitat-Typen „einfach erklärt“

Zitat-Typen unterscheiden sich insofern, dass die fremden Textstellen und das fremde Gedankengut auf unterschiedliche Art und Weise übernommen werden. Zitate können generell Wort für Wort (direkt) oder sinngemäß (indirekt) übernommen werden.

Definition: Zitat-Typen

Allgemein gilt bei allen Zitat-Typen, dass du die Regelungen deiner Zitierweise beachten musst. Die Zitierweisen geben dir für direkte Zitate, indirekte Zitate und Zitate im Zitat genaue Vorgaben, wie du damit umgehen muss.

Zitat-Typen unterscheiden die Art und Weise auf die du fremdes Gedankengut in deine Arbeit übernimmst:

Die Kennzeichnung als Zitat ist bei all diesen Zitat-Typen unentbehrlich, ansonsten gilt die Übernahme als Plagiat.

Zitat-Typen-Überblick

Direktes Zitat

Das direkte Zitat ist die wörtliche Übernahme von fremden Texten. Dabei können Wörter, Sätze und sogar ganze Abschnitte als direktes Zitat übernommen werden. Dieser Zitat-Typ wird durch Anführungszeichen am Anfang und am Ende gekennzeichnet.

Charakteristisch für das direkte Zitat ist, dass bei diesem Zitat-Typ das fremde Gedankengut wörtlich und unverändert übernommen wird. Du kannst direkte Zitate verwenden, um deine Argumente zu belegen, genaue Definitionen zu übernehmen oder um relevante Wortlaute exakt zu übernehmen.

Indirektes Zitat

Das indirekte Zitat liegt vor, wenn du fremdes Gedankengut sinngemäß übernimmst. Dieser Zitat-Typ zeichnet sich dadurch aus, dass du deine eigenen Worte für die Wiedergabe der übernommenen Informationen verwendest, wodurch die Übernahme der fremden Informationen flüssig in den restlichen Text eingebaut werden kann.

Der Zitat-Typ des indirekten Zitats zeichnet sich dadurch aus, dass du fremdes Gedankengut übernimmst, es aber nicht wörtlich übernimmst, sondern sinngemäß in eigenen Worten in deine Arbeit übernimmst. Die Aussage der übernommenen Informationen darf bei der Übernahme nicht verändert werden. Eine besondere Kennzeichnung gibt es bei einem indirekten Zitat im Text nicht.

Der Zitat-Typ wird auch als Paraphrase bezeichnet. Der Vorgang des indirekten Zitierens heißt dann paraphrasieren. Paraphrasieren kann als Synonym für indirektes Zitieren angesehen werden, da beide Begrifflichkeiten die selbe Bedeutung haben. Auch die zuvor kurz beschriebenen Merkmale des indirekten Zitierens, gelten beim Paraphrasieren.

Zitat im Zitat

Dieser Zitat-Typ stellt eine gewisse Besonderheit dar, denn hierbei handelt es sich um einen besonderen Zitat-Typ des direkten Zitats. Dabei zitierst du eine Textstelle direkt, die ein Zitat aus einer anderen Quelle beinhaltet. Somit entsteht ein Zitat in einem Zitat.

Gekennzeichnet wird ein Zitat im Zitat dadurch, dass das Hauptzitat normal mit doppelten Anführungszeichen am Anfang und am Ende gekennzeichnet wird und das Zitat, das sich in dem Zitat befindet, wird mit einfachen Anführungszeichen am Anfang und am Ende gekennzeichnet. Die Quellenangabe für das Zitat im Zitat steht dabei immer direkt dahinter in Klammern. Die Quellenangabe für das Hauptzitat bleibt von dem Zitat im Zitat unbeeinflusst, weder der Verweis im Text noch die Angabe im Literaturverzeichnis werden verändert.

Sekundärzitat

Sekundärzitate werden in wissenschaftlichen Arbeiten grundsätzlich kritisch betrachtet. Bei diesem Zitat-Typ musst du den Umgang mit Primärliteratur und Sekundärliteratur beherrschen. Ein Sekundärzitat entsteht folgendermaßen:
Du möchtest Informationen aus einer Quelle B entnehmen, wobei diese Informationen aus einer anderen Quelle A zitiert wurden, wodurch diese Informationen ursprünglich aus Quelle A stammen. In diesem Fall ist Quelle A die Primärliteratur und Quelle B die Sekundärliteratur. In wissenschaftlichen Arbeiten solltest du immer versuchen die Originalquelle zu verwenden, was immer die Primärliteratur ist. Solltest du keinen Zugriff auf die Primärliteratur haben, kannst du auch die Primärliteratur nach der Sekundärliteratur zitieren. Ein Sekundärzitat ist somit ein Zitat aus der Sekundärliteratur.

Zitierst du die Primärliteratur nach der Sekundärliteratur entsteht ein Sekundärzitat. Dieses wird im Verweis im Text immer mit dem Zusatz „zitiert nach“ angegeben, um zu kennzeichnen, dass es sich um ein Sekundärzitat handelt. Im Literaturverzeichnis wird dann nur die Sekundärliteratur angegeben, da die Primärliteratur nie verwendet wurde.