Experte-Definition: Was macht dich zum Experten?

25.10.22 Allgemeine Begrifflichkeiten Lesedauer: 4min

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Experteninterviews  können unterschiedliche Zwecke verfolgen, zum Beispiel die Überprüfung von theoretisch hergeleiteten Hypothesen oder die Ergänzung von statistischen Analyseverfahren. Doch wer darf überhaupt laut Definition als Experte gelten, wie findet man ihn und wie kann sein Wissen zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen? Du erfährst alles zu dieser Methodik in diesem Beitrag.

Experte „einfach erklärt“

Eine Definition für Experte ist grundsätzlich eine Person, die umfassendes Wissen auf einem bestimmten Gebiet hat. Dies kann durch berufliche Erfahrung, aber auch durch persönliche Interessen erworben worden sein.

Definition: Experte

Experten sind als sachkundige Persönlichkeiten im Bereich des Untersuchungsfeldes tätig (zum Beispiel in Institutionen oder Organisationen) und verfügen dadurch neben Fachwissen auch über spezialisiertes Handlungs-, Erfahrungs- und Betriebswissen. Ihre herausragende Kompetenz und ihren Status erwerben sie durch Erwerbstätigkeit, persönliches Interesse, ausgiebige Erfahrungen oder privilegierte Verbindungen zu Institutionen beziehungsweise Organisationen. Als besonders prägnante Experten Definition könnte man also auch von „Insidern“ sprechen. Es gibt somit ganz unterschiedliche Arten von Experten, die ihr Wissen auch außerhalb beruflicher Rollen erworben haben können.

Experte vs. Laie

Als einen Laien bezeichnet man eine Person, die in einem bestimmten Themengebiet keine Fachkenntnisse oder speziellen Fähigkeiten hat. Somit stellen die Laien das genaue Gegenteil zur Definition von „Experten“ dar. Sie sind nicht oder nur oberflächlich im jeweiligen Untersuchungsfeld verankert und haben damit auch keine Möglichkeit, sich besondere Arten von Wissen und Fähigkeiten darin anzueignen. Überschneidungen gibt es nur insofern, als dass Experten in anderen Feldern, die nicht zu ihrem Fachgebiet gehören, natürlich auch zu Laien werden können und umgekehrt.

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Den passenden Experten per Definition finden

Hast du die Ebene der Experten Definition erfolgreich hinter dir gelassen, kannst du dich der Suche nach den passenden Experten widmen (vorausgesetzt, du hast auch schon eine Forschungsfrage definiert, um dein spezifisches Erkenntnisinteresse innerhalb des jeweiligen Fachgebietes abzustecken).

Unserer zuvor aufgestellten Experte-Definition folgend, solltest du dich dabei nicht nur auf formale Kriterien (wie zum Beispiel eine akademische Ausbildung) konzentrieren, sondern auch das Tätigkeitsprofil, die organisatorisch-institutionellen Zugehörigkeiten sowie den Erfahrungshorizont möglicher Kandidaten mitberücksichtigen. Dabei kannst du durchaus auch auf den ersten Blick unkonventionell anmutende Entscheidungen treffen: Im Bereich der Erziehung können beispielsweise nicht nur Lehrer und Pädagogen, sondern auch Eltern als Experten in Frage kommen.

Folgende Kriterien können dir dabei helfen, auf Basis deiner Definition von „Experte“ eine sinnvolle Auswahl zu treffen:

  • Zugehörigkeit zu bestimmten Organisationen
  • Reputation und Position bestimmter Personen
  • Entscheidungskompetenzen und Einflussmöglichkeiten

Bezieht sich deine Definition von Experte auf den medialen beziehungsweise journalistischen Bereich, könntest du beispielsweise unter Berücksichtigung der genannten Kriterien den Chefredakteur eines bekannten Mediums in Erwägung ziehen. Deine Experte-Definition sowie die Auswahl der Interviewpartner solltest du zur Absicherung auch mit deinem Betreuer abstimmen.

Interview mit einem Experten durchführen

Mindestens so wichtig wie die Experten Definition ist die professionelle Durchführung des Interviews. Dieses kann sowohl als quantitatives als auch qualitatives Interview gestaltet werden. Hier zeigen wir dir, woran sich wichtige Unterscheidungen knüpfen:

Dabei handelt es sich um ein relativ offen gehaltenes und flexibles Interview auf Basis eines groben thematischen Rahmens.

Mögliche Interviewformen:

  • teilstrukturiertes Interview
  • exploratives Tiefeninterview
  • fokussiertes Tiefeninterview

Dieses stellt ein strukturiertes Interview dar, welchem ein Großteil in sich geschlossener Fragebogen zugrunde liegt.

Mögliche Interviewformen:

  • Fragebogen
  • vollstandardisiertes Interview
  • halbstandardisiertes Interview

Vor- und Nachteile

Auch Experteninterviews haben Vor- und Nachteile, genauso wie jede andere Methodik auch. Dabei musst du individuell abwägen, welche Seite für deine wissenschaftliche Arbeit überwiegt.

Vorteile Nachteile
Erarbeitung des Themas ohne (viel) Forschungsliteratur Hoher Aufwand bei der Vorbereitung
Interne Ansichten von Organisationen Hoher Aufwand bei der Auswertung
Detaillierte Informationen Komplizierte Suche nach passenden Experten
Möglichkeit zu Nachfragen Schwere Zugänglichkeit zu Experten
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Häufig gestellte Fragen

Für eine besonders kompakte Experten Definition lassen sich Synonyme wie „Fachmann“, „Kenner“ oder „Sachverständiger“ ins Treffen führen.14 Eine genauere Definition für „Experte“ findest du weiter oben im Artikel.

Als Experten können sich Personen unter anderem durch ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit, aber auch durch persönliches Interesse und viele weitere Faktoren qualifizieren. Genauere Ausführungen zu diesem Punkt folgen weiter unten im Artikel.

Die Experten Definition bereitet in wissenschaftlichen Arbeiten erfahrungsgemäß regelmäßig Schwierigkeiten.2 Diesem Umstand solltest du Rechnung tragen, indem du klarstellst, was du unter der Definition von „Experte“ verstehst.

Als Experten kommen nicht nur Akademiker und Professoren in Frage. Einige alternative Expertenbeispiele findest du in unserem Beitrag.

Experten werden befragt, um ihr spezialisiertes Fach- und Praxiswissen in Untersuchungen nutzen zu können. Sie fungieren entweder als unmittelbare Zielgruppe zur Beantwortung aufgeworfener Fragen oder als Inhaber von kontextuellem Wissen, das als Grundlage für Vorstudien zu breiter angelegten Analysen dient.