Ressentiment – Bedeutung, Verwendung, Beispiele

19.05.24 Definitionen Lesedauer: 3min

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„Ressentiment“ ist ein komplexer Begriff, der in verschiedenen Disziplinen Verwendung findet. Ursprünglich von Friedrich Nietzsche geprägt, ist das Konzept des Ressentiments in verschiedenen Kulturen von Interesse. In diesem Beitrag wird näher auf die Definition des Begriffs, seine Bedeutung und seine Verwendung eingegangen, indem der Begriff anhand von anschaulichen Beispielen erklärt wird.

Definition von „Ressentiment“

„Ressentiment“ bezeichnet eine Form von tief sitzendem Groll oder verbitterter Unzufriedenheit, die sich gegen andere richtet, die man als Ursache für die eigene Benachteiligung oder Unterlegenheit ansieht. Es handelt sich um eine emotionale Reaktion, die entsteht, wenn jemand unfähig ist, seine Enttäuschung oder seinen Neid direkt auszudrücken oder zu bewältigen. Das Ressentiment ist oft gekennzeichnet durch eine dauerhafte Feindseligkeit und kann das Denken und Handeln einer Person stark beeinflussen. Es manifestiert sich häufig in indirekten oder passiv-aggressiven Verhaltensweisen.

Verwendung von „Ressentiment“

Der Begriff „Ressentiment“ ist ein Substantiv und stammt aus dem Französischen. Es leitet sich vom Wort „ressentir“ ab, was so viel bedeutet wie „empfinden“ oder „spüren“. In diesem Zusammenhang bezieht sich „Ressentiment“ auf die emotionalen und negativen Gefühle, die Menschen empfinden, wenn sie sich benachteiligt oder ungerecht behandelt fühlen.

Beispiele

  • Nachdem er übergangen und seiner Meinung nach nicht korrekt behandelt wurde, hegte er ein starkes Ressentiment seinem Chef gegenüber.
  • Ihr Ressentiment gegenüber den wohlhabenden Nachbarn war offensichtlich, da sie deren Erfolg nicht akzeptieren konnte.
  • Das Ressentiment, das in der Gesellschaft gegenüber bestimmten Gruppen existiert, führt oft zu Diskriminierung.

Richtige Schreibweise von „Ressentiment“

Der Begriff „Ressentiment“ wird nicht so geschrieben, wie er ausgesprochen wird.

Aussprache: [rəˈzɑ̃tɪˌmɑ̃] (in etwa: „ress-ahn-tee-mahn“)

Aufgrund dieses Unterschieds kommt es häufiger zu Rechtschreibfehlern. Im Deutschen ist nur die folgende Schreibweise des Begriffs korrekt:

Richtige Schreibweise

Ressentiment

Falsche Schreibweise

Resentiment

Synonyme für „Ressentiment“

Um Wiederholungen zu vermeiden und für Vielfalt beim Lesefluss zu sorgen, dienen Synonyme als Alternative für das Wort „Ressentiment“. Hier einige Beispiele:

Abneigung Ihr Ressentiment gegenüber ihrem ehemaligen Partner führte zu großen Spannungen.
Ihre Abneigung gegenüber ihrem ehemaligen Partner führte zu großen Spannungen.
Groll Sein Ressentiment seinem Kollegen gegenüber war ziemlich offensichtlich.
Sein Groll seinem Kollegen gegenüber war ziemlich offensichtlich.
Feindseligkeit Das Ressentiment zwischen den rivalisierenden Gruppen führte zu intensiven Konflikten.
Die Feindseligkeit zwischen den rivalisierenden Gruppen führte zu intensiven Konflikten.
Missgunst Sein Ressentiment gegenüber ihrem Erfolg war nicht zu übersehen.
Seine Missgunst gegenüber ihrem Erfolg war nicht zu übersehen.

Gegenteile von „Ressentiment“

Neben Synonymen gibt es auch passende Antonyme für den Begriff „Ressentiment“. Diese drücken positive und harmonische Beziehungen aus:

Sympathie Wegen ihrer Meinungsverschiedenheiten hegten sie ein großes Ressentiment füreinander.
Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten empfanden sie gegenseitige Sympathie.
Wohlwollen Sein offenes Ressentiment ihr gegenüber sorgte für eine angespannte Arbeitsatmosphäre.
Sein Wohlwollen ihr gegenüber sorgte für eine entspannte Atmosphäre.
Zuneigung Die Geschwister haben seit einigen Jahren ein starkes gegenseitiges Ressentiment.
Die Geschwister haben seit einigen Jahren eine starke Zuneigung zueinander.

Weitere Wörter der Wortfamilie

Neben dem Substantiv „Ressentiment“ gibt es zwar Wörter, die derselben Wortfamilie entstammen, jedoch handelt es sich eher um Wortzusammensetzungen wie:

Beschreibt, dass etwas von Ressentiments geprägt ist.

Beispiele

  • Die Diskussion war zunehmend ressentimentgeladen, da alte Konflikte wieder an die Oberfläche kamen.
  • Seine ressentimentgeladenen Bemerkungen ließen keinen Raum für eine objektive Betrachtung des Themas.

Häufig gestellte Fragen

„Ressentiment“ lässt sich als ein tief verwurzeltes Gefühl der Verbitterung, des Unmuts oder der Abneigung beschreiben, das aufgrund realer oder vermeintlicher Ungerechtigkeiten, Benachteiligungen oder persönlicher Enttäuschungen entsteht.

Der Begriff „Ressentiment“ wird in verschiedenen Kontexten, einschließlich Philosophie, Sozialwissenschaften und Psychologie, verwendet, um negative Gefühle und emotionale Reaktionen auf wahrgenommene Ungerechtigkeiten oder Benachteiligungen zu beschreiben.

Synonyme für „Ressentiment“ sind unter anderem: Abneigung, Groll, Feindseligkeit und Missgunst.

Ressentiment kann in unserem Alltag eine wichtige Rolle spielen, da es unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, Entscheidungsfindung und Wahrnehmung beeinflussen kann. Konflikte bei der Fähigkeit zur Empathie sowie unserer Zusammenarbeit können entstehen, wenn nicht angemessen damit umgegangen wird.

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