
Bei einer Plagiatsprüfung werden sensible Daten verarbeitet, darunter vollständige wissenschaftliche Arbeiten mit personenbezogenen Daten. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie Prüfungsanbieter mit diesen Daten umgehen. Der folgende Beitrag zeigt, welche Daten typischerweise verarbeitet werden, welche Risiken bestehen können und worauf Studierende hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz achten sollten.
Datenschutz bei Plagiatsprüfungen
Datenschutz spielt bei Plagiatsprüfungen eine entscheidende Rolle, da vertrauliche Daten von der Plagiatssoftware verarbeitet werden. Dabei sollte man sich über die Speicherung, und die Verarbeitung der hochgeladenen Daten bei dem jeweiligen Anbieter bewusst sein, bevor man eine Plagiatsprüfung durchführt.
Wie lange werden die Arbeiten gespeichert?
Die Speicherdauer ist ein zentraler Datenschutzfaktor und unterscheidet seriöse Anbieter deutlich von risikobehafteten Tools.
Gängige Praxis bei vielen Anbietern:
- Speicherung über mehrere Monate oder Jahre
- Unklare oder nicht kommunizierte Löschfristen
- Nutzung der Arbeiten zur dauerhaften Datenbankerweiterung
Für Studierende bedeutet dies ein erhöhtes Risiko, da die eigene Arbeit langfristig im System bleibt, meist ohne Möglichkeit zur vollständigen Löschung.
Höhere Sicherheit bieten Plagiatsprüfungen ohne Speicherung der Daten. Hierbei werden die Daten nur temporär für die Durchführung der Plagiatsprüfung auf dem Server gespeichert und nach kurzer Zeit automatisch und unwiderruflich gelöscht.
Welche Daten speichert eine Plagiatsprüfung?
Plagiatsprüfungs-Tools verarbeiten deutlich mehr als nur den reinen Text einer Arbeit. Je nach Anbieter werden unterschiedliche Daten gespeichert oder weiterverarbeitet.
Typische gespeicherte Inhalte sind:
- Vollständige Textdateien der hochgeladenen Arbeit
- Metadaten wie Dateiname, Upload-Zeitpunkt oder IP-Adresse
- Prüferergebnisse und Ähnlichkeitsberichte
- In manchen Fällen Nutzerkonten oder E-Mail-Adressen
Problematisch wird es, wenn diese Daten nicht strikt zweckgebunden genutzt werden oder über die eigentliche Prüfung hinaus gespeichert bleiben.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Die Speicherorte der Daten entscheiden maßgeblich darüber, welches Datenschutzrecht gilt.
Mögliche Szenarien:
- Serverstandort innerhalb der EU (DSGVO anwendbar)
- Server außerhalb der EU, z. B. in den USA
- Mischmodell mit EU-Servern, aber US-Muttergesellschaften
Gerade bei internationalen Anbietern ist für Nutzende oft nicht transparent nachvollziehbar, wo und unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen ihre Daten tatsächlich verarbeitet werden.
Welche Risiken bestehen für Abschlussarbeiten?
Abschlussarbeiten enthalten häufig sensible Inhalte, die über reine Textinformationen hinausgehen.
Dazu zählen:
- Personenbezogene Daten (Name, Matrikelnummer, Betreuender)
- Unveröffentlichte Forschungsergebnisse
- Unternehmensinterne Informationen bei Praxisarbeiten
- Rechtlich geschützte Inhalte
Eine unkontrollierte Speicherung oder Weitergabe kann nicht nur datenschutzrechtliche, sondern auch akademische und rechtliche Konsequenzen haben.
Datenschutz und Sicherheit bei BachelorPrint
BachelorPrint setzt auf einen Ansatz, der maximale Sicherheit für Studierende gewährleistet:
Merkmal
Umsetzung bei BachelorPrint
Serverstandort
Löschfristen
Datenschutz
Verschlüsselung
Datenschutz als Bewertungskriterium bei Plagiatsprüfungen
Bei der Wahl eines Plagiatsprüfungs-Tools sollte Datenschutz kein Nebenaspekt, sondern ein zentrales Entscheidungskriterium sein.
Wichtige Fragen vor der Nutzung:
- Gibt es klare und nachvollziehbare Löschfristen?
- Werden Arbeiten in Datenbanken gespeichert?
- Wo befinden sich die Server?
- Ist die DSGVO ausdrücklich Bestandteil der Datenschutzerklärung?
Ein transparenter Umgang mit diesen Punkten ist ein klares Qualitätsmerkmal.
Warum DSGVO-Konformität entscheidend ist
Die DSGVO schützt Nutzende vor einer unkontrollierten Verarbeitung personenbezogener Daten.
Für Studierende bedeutet das:
- Recht auf Auskunft über gespeicherte Daten
- Recht auf Löschung der Daten
- Zweckbindung der Datenverarbeitung
- Minimierung gespeicherter Informationen
Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen, bieten nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch langfristigen Schutz der eigenen wissenschaftlichen Arbeit.
Problematik von US-Anbietern
Bei vielen Tools, die ihren Hauptsitz oder ihre Server in den USA haben, ergeben sich kritische Datenschutzrisiken. Im Folgenden werden diese genauer beleuchtet.
Datentransfer & Zugriff

Trotz Abkommen wie dem EU-US Data Privacy Framework bleibt das Risiko des CLOUD Acts bestehen, der US-Behörden den Zugriff auf Daten erlaubt, selbst wenn diese auf Servern in der EU liegen.
Fehlende Einheitlichkeit

In den USA existiert kein einheitliches Bundesdatenschutzgesetz. Regelungen sind oft fragmentiert und bieten nicht das Schutzniveau der DSGVO. Auch bestehende Regelungen sind meist nicht so strikt wie das DSGVO.
Unbefristete Speicherung

Viele Anbieter nutzen hochgeladene Arbeiten dauerhaft zur Erweiterung ihrer internen Datenbanken. Dies kann dazu führen, dass die Abschlussarbeit bei einer späteren Prüfung durch die Universität als „Plagiat“ markiert wird, da sie bereits im System des Anbieters existiert.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Eine Plagiatsprüfung ist grundsätzlich legal, solange die hochgeladene Arbeit freiwillig eingereicht wird und die Verarbeitung der Daten datenschutzkonform erfolgt. Entscheidend ist, dass der Anbieter transparent mit Speicherung, Löschung und Weiterverwendung der Inhalte umgeht.
Die Zuverlässigkeit hängt stark vom eingesetzten System, den Vergleichsquellen und der Interpretation der Ergebnisse ab. Plagiatsprüfungen liefern Hinweise auf textuelle Übereinstimmungen, ersetzen jedoch keine fachliche Bewertung.
Weitere Details findest du im Beitrag „Wie zuverlässig sind Ergebnisse einer Plagiatsprüfung?“.
Ja. Die Plagiatsprüfung von BachelorPrint erfolgt DSGVO-konform auf zertifizierten Servern in Deutschland. Hochgeladene Arbeiten werden verschlüsselt übertragen, nicht in Datenbanken gespeichert und innerhalb von 24 Stunden vollständig gelöscht.