
Kopierpapier gehört zu den meistgenutzten Verbrauchsmaterialien im Büro und im Alltag. Ob für Dokumente, Verträge oder Ausdrucke, es ist aus keinem Arbeitsumfeld wegzudenken. Aber was unterscheidet es von anderen Papiersorten und auf welche Faktoren sollte man achten, je nachdem, welche Ansprüche man hat? Dieser Beitrag bietet eine Übersicht über das Thema.
Definition: Kopierpapier
Kopierpapier ist ein speziell für Drucker und Kopierer entwickeltes Papier, das durch seine Oberflächenbeschaffenheit, Festigkeit und Laufruhe ein sauberes Druckergebnis ermöglicht. Es ist in der Regel weiß, holzfrei und in verschiedenen Grammaturen erhältlich, wobei das Standardpapier für den Bürogebrauch meist 80 g/m² wiegt. Kopierpapier eignet sich sowohl für Schwarz-Weiß-Kopien als auch für Farbkopien und ist in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Formaten, vor allem DIN A4 und DIN A3, verfügbar.
Hauptmerkmale von Kopierpapier
Die Qualität von Kopierpapier wird durch mehrere physikalische und optische Eigenschaften bestimmt, die maßgeblich die Druck- und Kopierergebnisse beeinflussen:
| Merkmal | Beschreibung | Typischer Wert / Bereich |
| Grammatur | Gewicht pro Quadratmeter Papier; bestimmt Dicke, Stabilität und Haptik. | 70–100 g/m² (Standard: 80 g/m²) |
| Weißegrad | Gibt an, wie hell bzw. farbneutral das Papier wirkt. Ein höherer Wert bedeutet brillantere Ausdrucke. | CIE 145–170 |
| Opazität | Maß für die Lichtundurchlässigkeit; wichtig beim beidseitigen Bedrucken. | 90–95 % |
| Oberflächenbeschaffenheit | Glatt oder leicht rau – beeinflusst Tintenaufnahme und Druckschärfe. | Je nach Verwendungszweck unterschiedlich |
| Feuchtigkeitsgehalt | Beeinflusst das Laufverhalten im Drucker oder Kopierer. | ca. 4–5 % |
Unterschied zu anderen Papiertypen
Kopierpapier unterscheidet sich von anderen Papierarten vor allem durch seine universelle Einsetzbarkeit und sein ausgewogenes Verhältnis zwischen Qualität und Preis.
Vergleich:
- Fotopapier: Speziell beschichtet für gestochen scharfe Farbausdrucke und hohe Farbbrillanz; deutlich schwerer.
- Druckerpapier: Angepasst an bestimmte Druckverfahren (z. B. Inkjet, Laser); optimiert für Tinten- oder Tonerhaftung.
- Recyclingpapier: Umweltfreundliche Alternative aus Altpapier, oft etwas grauer im Farbton, aber funktional gleichwertig.
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Qualitätsmerkmale & technische Eigenschaften
Die Qualität von Kopierpapier entscheidet nicht nur über das Druckergebnis, sondern auch über die Lebensdauer der Geräte. Faktoren wie Grammatur, Weißegrad oder Opazität beeinflussen, wie sauber der Druck ausfällt, ob Papierstaus entstehen und wie professionell Dokumente wirken.
Grammatur
Die Grammatur bezeichnet das Gewicht des Papiers in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) und ist ein zentraler Qualitätsindikator.
- 70–75 g/m²: besonders leicht, sparsam im Verbrauch, ideal für interne Dokumente oder Entwürfe.
- 80 g/m²: Standard im Büroalltag, ausgewogen zwischen Stabilität, Haptik und Preis.
- 90–100 g/m²: hochwertiger Eindruck, empfohlen für Präsentationen, Bewerbungen oder Verträge.
Eine höhere Grammatur sorgt für mehr Stabilität und Opazität, führt aber auch zu höheren Druckkosten, da dickeres Papier schwerer und teurer ist.
Weißegrad
Der Weißegrad von Papier beschreibt, wie hell und neutral das Papier wirkt. Je höher der CIE-Wert, desto brillanter erscheinen Farben und Schwarztöne.
| CIE-Wert | Bezeichnung | Einsatzbereich |
| bis 145 | Natürlich weiß | Angenehm fürs Auge, ideal für den Büroalltag |
| 150–165 | Hochweiß | Sorgt für kontrastreiche Drucke, gut für Präsentationen |
| über 165 | Extraweiß | Für besonders brillante Ausdrucke und Fotos |
Ein zu hoher Weißegrad kann jedoch blenden – für den Dauereinsatz empfiehlt sich ein mittlerer Wert um CIE 160.
Opazität
Die Opazität gibt an, wie lichtundurchlässig ein Papier ist.
- Hohe Opazität (über 90 %) verhindert, dass Drucke von der Rückseite durchscheinen.
- Niedrige Opazität führt zu „Durchdruckeffekten“, besonders bei farbintensiven Ausdrucken.
Papierlaufverhalten
Ein gutes Kopierpapier zeichnet sich durch die optimale Laufrichtung des Papiers aus. Es gleitet gleichmäßig durch den Drucker, ohne zu wellen oder zu reißen.
Wichtige Einflussfaktoren:
- Feuchtigkeitsgehalt (ca. 4–5 %) – verhindert statische Aufladung und Papierstau.
- Oberflächenleimung – sorgt für glatte, gleichmäßige Bedruckbarkeit.
- Maßtoleranz – gewährleistet präzisen Einzug bei allen Geräten.
Formate & Verpackungseinheiten
Kopierpapier ist in allen gängigen DIN-Papierformaten erhältlich:
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Einsatzbereiche von Kopierpapier & Empfehlungen
Kopierpapier kommt in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens zum Einsatz, vom klassischen Büro über Bildungseinrichtungen bis hin zum privaten Gebrauch. Doch nicht jedes Papier eignet sich für jede Anwendung. Je nach Gerät, Dokumententyp und gewünschtem Ergebnis unterscheiden sich die Anforderungen deutlich.
Büroalltag
Im Büro ist Kopierpapier das Standardmedium für den täglichen Schriftverkehr, Ausdrucke und Kopien. Hier zählt vor allem Zuverlässigkeit und gleichbleibende Qualität bei hoher Nutzung.
Empfehlungen:
- Grammatur: 80 g/m² – optimale Balance zwischen Stabilität und Wirtschaftlichkeit
- Weißegrad: CIE 160 – sorgt für kontrastreiche und dennoch augenfreundliche Ausdrucke
- Druckertyp: geeignet für Laser- und Tintenstrahldrucker
Typische Anwendungen:
- interne und externe Korrespondenz
- Berichte, Protokolle, Präsentationsunterlagen
- doppelseitige Ausdrucke (Papier mit hoher Opazität wählen)
Präsentationen & hochwertige Ausdrucke
Für Dokumente, die repräsentativ oder dauerhaft archiviert werden sollen, empfiehlt sich Papier mit höherer Qualität.
| Anwendungsfall | Empfohlene Grammatur |
Weißegrad (CIE) |
| Bewerbungen | 90–100 g/m² | 165+ |
| Präsentationen & Broschüren |
100 g/m² | 160–170 |
| Verträge & Urkunden |
100 g/m² | 150–160 |
Heimgebrauch
Im privaten Bereich steht oft der Preis im Vordergrund, ohne dass auf Druckqualität verzichtet werden muss.
Empfehlungen:
- Grammatur: 70–80 g/m²
- Papierfarbe: leicht natürliches Weiß wirkt angenehmer für Notizen
- Gerätetyp: für Standard-Tintenstrahldrucker ausreichend
Typische Anwendungen:
- Druck von Dokumenten
- Druck von Rezepten, Tickets oder Lernunterlagen
- Kopien und einfache Handouts
- Bastelarbeiten oder Schulprojekte
Spezialanwendungen
Für spezielle Zwecke gibt es Kopierpapiere mit besonderen Eigenschaften:
- Farbiges Kopierpapier: Erhöht die Übersichtlichkeit, ideal zur Sortierung. Geeignet bei Präsentationen, Mappen und Einlegeblättern
- Recyclingpapier: Umweltfreundlich, manchmal mit leicht grauer Farbton aber auch in gebleicht erhältlich. Geeignet für nachhaltige Unternehmen, Schulen und Behörden
- Inkjet-Optimiertes Papier: Spezielle Beschichtung für Tintenaufnahme. Geeignet für Fotodruck, Grafiken und Diagramme
- Laserpapier: Hitzebeständig, glatte Oberfläche. Geeignet für Laserdrucker oder Kopiergeräte mit hoher Druckleistung
Großverbrauch & Unternehmen
In großen Betrieben, Behörden oder Bildungseinrichtungen ist Kopierpapier ein Kostenfaktor, weshalb Großgebinde (Karton oder Palette) bevorzugt werden.
Empfehlungen für Unternehmen:
- Standardqualität mit 80 g/m² für Routineaufgaben
- Recyclingpapier mit Umweltzertifikat für Nachhaltigkeitsprogramme
- Hochweißes Papier (90 g/m²) für externe Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Der Unterschied zwischen Drucker- und Kopierpapier liegt hauptsächlich in der Beschaffenheit und im Einsatzzweck. Kopierpapier ist ein universelles Standardpapier, das sowohl für Kopierer als auch für einfache Ausdrucke mit Tintenstrahl- oder Laserdruckern geeignet ist. Druckerpapier hingegen ist meist speziell auf ein bestimmtes Druckverfahren abgestimmt – etwa für Inkjet- oder Laserdruck – und bietet durch besondere Beschichtungen eine bessere Farb- und Detailwiedergabe.
Kopierpapier ist in Europa in der Regel im DIN-A4-Format (210 × 297 mm) erhältlich, da dies dem internationalen ISO-Standard entspricht. In den USA, Kanada und Teilen Lateinamerikas wird dagegen meist das Letter-Papierformat (8.5 × 11 Zoll bzw. 216 × 279 mm) verwendet. Beide Formate sind ähnlich groß, aber nicht identisch und daher nicht austauschbar.
Gutes Kopierpapier zeichnet sich durch eine gleichmäßige Oberfläche, eine Grammatur von etwa 80 g/m², einen Weißegrad um CIE 160 und eine hohe Opazität von mindestens 93 % aus. Es läuft reibungslos durch Drucker und Kopierer, verursacht keine Papierstaus und liefert klare, kontrastreiche Ausdrucke.
Normales Kopierpapier hat in der Regel eine Grammatur von 80 g/m², was einer Dicke von etwa 0,1 Millimeter entspricht. Diese Stärke bietet den idealen Kompromiss zwischen Stabilität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit und ist daher der Standard in Büros und Haushalten.